Diversitätssensible Kommunikation – Schwerpunkt: Verständigung bei Sprachbarrieren

online | 3 Std. / 4 UE | gehört zu Sachkunde Modul 10 (SK-M10)
  • 1 Seminar
  • 2 Teilnehmerdaten
  • 3 Übersicht
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Seminarhinweis: Dieses Seminar ist fester Bestandteil unseres in Modul 10 der Sachkunde. Wir weisen darauf hin, dass zum jetzigen Zeitpunkt die Anerkennung für geplante Module noch nicht vorliegt und auch noch nicht beantragt werden kann. Somit stehen auch die aktuellen Angebote unter dem Vorbehalt der zukünftigen Anerkennung.



Zielgruppe:
Die Hauptzielgruppe für dieses Modul sind rechtliche Betreuer:innen, die den Sachkundenachweis erbringen müssen.

Selbstverständlich können auch Berufsbetreuer:innen, die den Sachkundenachweis nicht erbringen müssen, und Fachkräfte aus anderen Berufsfeldern an diesem Modul teilnehmen, z.B. Fachkräfte aus Betreuungsbehörden, Verfahrenspfleger:innen, Fachkräfte aus anderen Sozialen Diensten. Die Kompetenzzielausrichtung ist aber ausdrücklich auf rechtliche Betreuer*innen adressiert.


Beschreibung:
Für viele (potentielle) Klient:innen ist die Herkunfts- bzw. Hauptverständigungssprache nicht Deutsch. Sie brauchen, wenn entsprechend sprachkompetente Betreuer:innen nicht zur Verfügung stehen, in der rechtlichen Betreuung sprachliche Hilfestellung. Denn ohne oder nur mit schlechter Verständigung ist ein Zugang zur Person und zu ihren Wünschen und Vorstellungen nicht möglich. Dann ist auch eine Unterstützung beim Entscheiden nicht zu realisieren. Das Überbrücken von Sprachbarrieren geschieht in der Praxis zumeist durch eine gemeinsam gesprochene Drittsprache (Lingua Franca, z.B. Englisch) oder durch das Hinzuziehen einer dolmetschenden, dritten Person. Diese sind häufig an- oder zugehörig und keine professionellen Dolmetscher:innen. Worauf Betreuer:innen vor und in gedolmetschter Interaktion achten müssen, was außer sprachlichen Hürden einer Verständigung noch entgegenstehen kann und was Betreuer:innen tun können, damit eine Verständigung mit den Klient:innen auch in nicht professionell gedolmetschten Gesprächen überhaupt gelingen kann, damit beschäftigt sich dieses Seminar.

Zielsetzung:
Die Teilnehmenden
- können einschätzen, welche Art der Kommunikation, welches Dolmetschen in den je unterschiedlichen Betreuungssituationen sinnvoll ist
- erarbeiten gesprächsimmanente Handlungsmöglichkeiten zur verbesserten Verständigung in gedolmetschten Gesprächen
- lernen zusätzliche Aspekte kennen, die einer Verständigung entgegenstehen, aber auch überwunden werden können

Inhaltliche Schwerpunkte:
- Dolmetschen, Übersetzen, Sprachkompetenz: Was müssen Betreuer:innen von Klient:innen mit anderen Verständigungssprachen darüber wissen?
- Gutes eigenes Agieren in gedolmetschten Gesprächen und anderen mehrsprachigen Settings
- Einblick in Diskriminierungsmechanismen wie Epistemic Injustice und Intersektionalität

Methoden:
Kurze inhaltliche Inputs; gesprächslinguistische Analysen von Gesprächsausschnitten; moderierte Beispielreflexionen; Übungen; Austausch in AGs


Referentin:
Dr. rer. medic. Ortrun Kliche, Diplom-Übersetzerin, wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Geschichte und Ethik der Medizin, Uni Köln und UK Köln

Der Online-Zugang zur Seminarteilnahme erfolgt über Zoom.

* Online-Unterricht und Anwesenheitskontrolle:
Unsere Module finden rein online über die Plattform Zoom statt. Im Rahmen der Sachkundelehrgänge besteht die Pflicht mit eingeschalteter Kamera teilzunehmen, um die tatsächliche Teilnahme sicher bestätigen zu können. Der Gesetzgeber schreibt die Überprüfung der gesicherten Teilnahme vor.
Es liegt in Ihrer Verantwortung für eine funktionierende Technik auf Ihrer Seite Sorge zu tragen. Eine Teilnahme ohne Kamerabild wird nicht akzeptiert (Ausschlußgrund)!

Lesen Sie bitte unsere Hinweise zum Datenschutz: https://www.fbbweb.de/datenschutz.htm
ONLINE per ZOOM
79,00 EUR inkl. 0,00 EUR (0,0%) MwSt.

Ermäßigte Gebühr: 72,00 EUR inkl. 0,00 EUR (0,0%) MwSt.
Ermäßigte Teilnahmegebühren bei Seminaren erhalten treue Kunden (Voraussetzungen siehe unter https://www.fbbweb.de/konditionen.htm), Mitarbeitende von Betreuungsbehörden und anderen kommunalen Dienststellen (z.B. Jugendamt), Mitglieder des Betreuungsgerichtstag e.V., des BVfB e.V., des BdB e.V., des B-UMF e.V.

26.01.2023 09:00 - 12:30

Dr. Ortrun Kliche

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