hybrid | Schwierige Behandlungsentscheidungen (nicht nur) am Lebensende - medizinethische und rechtliche Grundlagen (8 UE)

Referent: Prof. Dr. Frank Erbguth
  • 1 Seminar
  • 2 Teilnehmerdaten
  • 3 Übersicht
22/0630
Veranstaltungsart und Seminarzugang.
Das Seminar wird in der hybriden Veranstaltungsform angeboten, d.h. sowohl die Präsenz- als auch die Onlineteilnahme sind möglich. Der Onlinezugang findet über Zoom statt.
Bitte teilen Sie in den Anmrkungen zur Anmeldungmit, ob sie die Online- oder die Präsenzteilnahme wünschen.

Zielgruppe:
Rechtliche Betreuer*innen, Fachkräfte aus Betreuungsbehörden, Fachkräfte in sozialen Diensten

Zielsetzung:
Die Seminarteilnehmer lernen und reflektieren die ethischen und rechtlichen Grundlagen zu Patientenautonomie und Behandlungsentscheidungen und diskutieren deren praktische Umsetzungen im medizinischen Alltag – insbesondere hinsichtlich betreuungsrelevanter Aspekte.

Beschreibung:
Bei Entscheidungen zum Lebenserhalt durch medizinische Maßnahmen in Grenzsituationen oder zu einem eventuellen Abbruch der Therapie mit einem Wechsel hin zur palliativen Therapie äußern 50% der Akteure Unsicherheiten (Ärzte, Pflegepersonal, Betreuer*innen und sogar Betreuungsrichter) und sind teilweise fehlinformiert über das was man „darf“ oder was ethisch unvertretbar (illegitim) bzw. rechtlich verboten ist (illegal). Im Seminar werden die medizinischen und ethisch-rechtlichen Rahmenbedingungen geklärt, in denen sich Betreuerhandeln abspielt. Aus medizinrechtlicher Sicht werden relevante Fälle aus der Rechtsprechung des 12. Zivilsenats des BGH (Betreuungsrecht) und der Strafsenate vorgestellt und diskutiert. Auch die zunehmend schwierige Auseinandersetzung zu diesen Fragen angesichts unterschiedlicher kultureller Hintergründe bei Patienten und Angehörigen wird thematisiert.


Arbeitsschwerpunkte:
- Medizinethische Prinzipien
- Behandlungswille, Patientenverfügung, mutmaßlicher Wille
- Spannungsfeld zwischen Medizinischer Indikation, Therapieziel und Einwilligung
- Behandlungsbegrenzung und –abbruch
- Formen der sogenannten Sterbehilfe und ihre Abgrenzung
- Umgang mit Sterbewunsch und Wunsch nach assistiertem Suizid

Dabei werden praktische, rechtliche und medizinethische Aspekte vorgestellt und besprochen.

Didaktik:
Vortrag, Präsentation, Fallvorstellungen, Rückfragen und Diskussion

Referent:
Prof. Dr. med. Dipl. Psych. Frank Erbguth (FEAN)
Ärztlicher Leiter der Universitätsklinik für Neurologie
Paracelsus Medizinische Privatuniversität - Klinikum Nürnberg
Präsident der Deutschen Hirnstiftung

Lesen Sie bitte unsere Hinweise zum Datenschutz: https://www.fbbweb.de/datenschutz.htm
ONLINE und Kleestraße 21-23, 90461 Nürnberg
155,00 EUR inkl. 0,00 EUR (0,0%) MwSt.

Ermäßigte Gebühr: 135,00 EUR inkl. 0,00 EUR (0,0%) MwSt.
Ermäßigte Teilnahmegebühren bei Seminaren erhalten treue Kunden (Voraussetzungen siehe unter https://www.fbbweb.de/konditionen.htm), Mitarbeitende von Betreuungsbehörden und anderen kommunalen Dienststellen (z.B. Jugendamt), Mitglieder des Betreuungsgerichtstag e.V., des BVfB e.V., des BdB e.V., des B-UMF e.V.

Berufseinsteigergebühr: 130,00 EUR inkl. 0,00 EUR (0,0%) MwSt.
Berufseinsteiger erhalten auf alle im Kalenderjahr gebuchten Seminare die Einsteigergebühr. Diese ist nicht kombinierbar mit dem Vielbucherrabatt.

30.06.2022 09:00 - 16:30

Prof. Dr. Frank Erbguth

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