SK-M2 - Teil 1: Betreuungsführung - UN-BRK, Unterstützte Entscheidungsfindung, freier Wille und erheblicher Gefährdung

online |3 x 3 Std. | gehört zu Sachkunde Modul 2 (SK-M2)
  • 1 Seminar
  • 2 Teilnehmerdaten
  • 3 Übersicht
23/0327a
Seminarhinweis: Dieses Seminar ist fester Bestandteil unseres Modul 2 der Sachkunde. Wir weisen darauf hin, dass zum jetzigen Zeitpunkt die Anerkennung für geplante Module noch nicht vorliegt und auch noch nicht beantragt werden kann. Somit stehen auch die aktuellen Angebote unter dem Vorbehalt der zukünftigen Anerkennung.

* Zielgruppe:
rechtliche Betreuer:innen, Fachkräfte aus Betreuungsbehörden, Verfahrenspfleger:innen, Fachkräfte aus anderen Sozialen Diensten. Die Kompetenzzielausrichtung ist aber ausdrücklich auf rechtliche Betreuer:innen adressiert.

Eine entscheidende Intention der Reform des Betreuungsrechts 2023 war die Anpassung des deutschen Betreuungsrechts an die Anforderungen der UN-Behindertenrechtskonvention. Diese fordert insbesondere in Artikel 12, dass Menschen mit Behinderung „das Recht haben überall als Rechtssubjekt anerkannt zu werden“ und „in allen Lebensbereichen gleichberechtigt mit Anderen Rechts- und Handlungsfähigkeit genießen.“ Dabei sollen rechtliche Betreuer:innen die betreuten Personen unterstützen.

In diesem Seminar vermitteln wir, woran Betreuer:innen ihre Rolle und ihr Handeln orientieren müssen. §1821 BGB beschreibt zentral die Aufgabe rechtlicher Betreuer:innen, nämlich die Orientierung an den Wünschen betreuter Personen und der Vorrang der Unterstützung vor der Stellvertretung. Selbstverständlich spielt auch die Orientierung an den Grundrechten eine wesentliche Rolle. Im Spannungsfeld zwischen Vorrang der Selbstbestimmung betreuter Personen einerseits und Schutzauftrag bei erheblicher Gefährdung andererseits sprechen wir über Wunscherhebung und -befolgung, den freien Willen, und die Grenzen der Wunschbefolgungspflicht bei erhebliche Gefährdung oder Unzumutbarkeit.

Im diesem ersten und theoretischeren Teil des Sachkunde Moduls 2 (den Sie hier einzeln buchen können) wird nach einem geschichtlichen Rückblick zunächst die "Neu"ausrichtung der Rolle und Aufgaben von rechtlichen Betreuer:innen beleuchtet. Das objektive "Wohl" entfällt, zentral sind die Wünsche der betreuten Person. Die Unterstützung bei der Entscheidungsfindung hat Vorrang vor der Stellvertretung.

Im Anschluss werden Wille, Wünsche, Präferenzen anhand der rechtlichen Begriffe freier Wille, natürlicher Wille, mutmaßlicher Wille genauer unter die Luper genommen. Schließlich werden die Grenzen der Wunschbefolgung, erhebliche Gefährdung, Zumutbarkeit aber auch Interessenkonflikte erörtert.

* Methodik/Didaktik:
Vortrag, Präsentationen, Diskussion und Reflektion

* Referenten:
Prof. Dr. Andreas Scheulen
Rechtsanwalt, Fachanwalt für Familienrecht, Diplom-Verwaltungswirt, Prof. an der Evang. Hochschule Nürnberg

* Online-Unterricht und Anwesenheitskontrolle:
Unsere der Sachkunde zugehörigen Module und Einzelseminare finden rein online über die Plattform Zoom statt. Im Rahmen der Sachkundelehrgänge besteht die Pflicht mit eingeschalteter Kamera teilzunehmen, um die tatsächliche Teilnahme sicher bestätigen zu können. Der Gesetzgeber schreibt die Überprüfung der gesicherten Teilnahme vor.
Es liegt in Ihrer Verantwortung für eine funktionierende Technik auf Ihrer Seite Sorge zu tragen. Eine Teilnahme ohne Kamerabild wird nicht akzeptiert (Auschlußgrund)!!

Lesen Sie bitte unsere Hinweise zum Datenschutz: https://www.fbbweb.de/datenschutz.htm
ONLINE per ZOOM
239,00 EUR inkl. 0,00 EUR (0,0%) MwSt.

Ermäßigte Gebühr: 215,10 EUR inkl. 0,00 EUR (0,0%) MwSt.
Die ermäßigte Teilnahmegebühr erhalten treue Kunden (Voraussetzungen siehe unter https://www.fbbweb.de/konditionen.htm), Mitarbeitende von Betreuungsbehörden und anderen kommunalen Dienststellen (z.B. Jugendamt), Mitglieder des Betreuungsgerichtstag e.V., des BVfB e.V., des BdB e.V., des B-UMF e.V.

27.03.2023 16:00 - 19:30

28.03.2023 16:00 - 19:30

29.03.2023 16:00 - 19:30

Prof. Dr. Andreas Scheulen

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